Das Kakteenhaus
Mein lange gehegter Traum von einem -wenn auch kleinen- begehbaren Kakteenhaus wurde erst 2005 erfüllt.
Das war, wen wundert's, das Jahr meiner Pensionierung. Da hat man angeblich mehr Zeit, die dann sofort eben für dergleichen Traumverwirklichung wieder aufgebraucht wird.
Kaum war ich erstmals wieder bei einem Mitgliederabend der Zürcher Kakteengesellschaft, schon bin ich fündig geworden: es war Stefan, der sein kleines Glashaus los werden wollte.
Janssens Helios H23, 2.4 x 2.4 m, Giebelhöhe 2.4 m.
Wohl musste die hiesige Gemeinde eine Baubewilligung erteilen.
Widerstand kam zunächst aber vom Heimatschutz, der Glashauswildwuchs befürchtete (Angst vor Neophyten?) und monierte, die Nachbarn könnten gar von den Glasflächen geblendet werden! Insbesondere bei ungünstigem Einstrahlwinkel der Sonne (oder auch bei Vollmond?).
Schliesslich war die Behörde aber recht bald einverstanden.
Obwohl eine "Baulinie" (Regierungsratsbeschluss von 1947) durchkreuzt wird ...
Beim Abbau aus dem Knonauer Amt (für Ortsfremde: das ist hier ein Bezirk), dem Transport und Wiederaufbau hat mir eine befreundete Firma ganz wesentlich geholfen. Danke, Reto. Vieles konnte ich auch selbst erledigen, z.B. Die Stromleitung aus dem Keller durch den Garten bis ins Glashaus ziehen. Nach einer Woche intensiven Schaffens war es dann so weit, und die Sukkulenten konnten im Spätherbst ihr Quartier beziehen.
Eine MacGreen-Lüfter-Heizung kam noch dazu, Leistung bis 2.2 kW. Sie ist so eingestellt, dass auch bei grösstem Frost (also -15 Grad) noch ca. 7 Grad sichergestellt sind.
So sah es heuer im Januar aus (15.1.2021):

Winterstürme wichen dem Wonnemond (siehe Richard Wagner, Walküre), haben zuvor aber die Noppenfolie gründlich zerfetzt! Ende März 2019
Und so war's im
Frühjahr 2006: